Gleichnis über zwei Patienten

Auf der Krankenstation lagen zwei schwer kranke Menschen. Einer lag am Fenster und der andere - in der Nähe der Tür. Als sie besonders traurig und einsam wurden, begann der am Fenster laut zu erzählen, was er dort sah.

Hier gingen die Fischer angeln, und die am Fenster liegende Patientin schaute auf den Fluss und erzählte, wie glücklich sie ihren Fang herausholten. Hier ist ein verliebtes Paar, das langsam geht und Hände hält. Sofort lächelt eine junge Mama mit einem Kinderwagen zärtlich zu ihrem Kind.

Der Patient sagte auch, dass man hinter dem Fluss einen dichten grünen Wald sehen kann, der vor Tierleben kocht.

Viele solcher Geschichten wurden von einem glücklichen Mann erzählt, dessen Bett neben dem begehrten Fenster stand.

Der Patient, der in der Nähe der Tür lag, stellte verschiedene klärende Fragen, da dies allein ihre Lügenlebensweise amüsierte. Doch drinnen quälte es den tauben Neid.

- Warum liegt er am Fenster und kann die Schönheit der Welt genießen? Warum schaue ich als Einziger auf diese vier Wände? Warum verfolgt mich so eine ekelhafte Ungerechtigkeit mein ganzes Leben lang? - dachte er.

Eines Nachts begann ein schwerer Angriff am Fenster des Patienten. Er war außer Atem, der Krampf, der seinen ganzen Körper reduzierte, erlaubte ihm nicht, die Ruftaste der Krankenschwester zu erreichen.

Ein Nachbar, der an der Tür lag, behielt seinen unglücklichen Freund im Auge, drückte aber nicht auf den Knopf. Er konnte es leicht tun, aber einige Gedanken ließen ihn nicht ruhen, und er zog die Zeit.

Ein paar Minuten vergingen, das sterbende Keuchen des Patienten ließ nach und er starb.

Als die Krankenschwestern und Arbeiter kamen, um die nahe der Tür liegende Leiche aufzuheben, bat der Patient mit brennenden Augen darum, auf das Bett neben dem Fenster gelegt zu werden.
Als das Bett wieder aufgebaut wurde und er sich an der gewünschten Stelle befand, kam ein verwirrter Ausruf von seiner Brust:

- Wie denn? Immerhin blickt dieses Fenster auf die leere Wand! Mein Freund erzählte mir, dass er im Fenster einen Wald und einen Fluss, einen Park mit wandelnden Menschen und viele andere interessante Dinge sieht!

Die junge Krankenschwester schüttelte leise den Kopf und sagte:

- Er konnte nichts sehen. Ihr verstorbener Nachbar war blind.

"Warum hat er mir das alles gesagt?"

„Nur um dich zu unterstützen“, seufzte die Krankenschwester.

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